Seitdem die Überschuldungskrise immer wieder für Schlagzeilen sorgt, werden in regelmäßigen Abstä
"Die Zinsen, die Deutschland für seine Schulden zahlen muss, sind bereits der zweitgrößte Posten im Bundeshaushalt. Reiner Holznagel, Präsident des Bundes der Steuerzahler, sieht in der Euro-Schuldenkrise eine brandgefährliche Dynamik: Die deutschen Steuerzahler haften nämlich bereits mit 509 Milliarden für ausländische Schulden - Tendenz steigend."
13.07.2012 DWN: Interview: Bund der Steuerzahler: „Wir sitzen in Deutschland auf einem Pulverfass“
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/07/13/bund-der-steuerzah...
Kommentare
Lange (nicht überprüft)
14. Juli 2012 - 15:58
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Die genannte Summe von 509 Mrd. EURO ist wohl noch
deutlich untertrieben. Wo sind die Target2 Salden der Bundesbank in der Rechnung geblieben, die sich zur Zeit auf ca. 700 Mrd. belaufen? Es handelt sich um Kredite, die sich andere EU Staaten per Target System bei der Bundesbank mal eben abholen können. Oder der Anteil an den durch die EZB angekauften faulen Staatsanleihen? Deutschland haftet dafür mit ca. 30% Anteil! Wenn man alles zusammen rechnet, kommt man mit Sicherheit über 1000 Mrd. Haftung. Nun noch ganz schnell den ESM in Kraft setzen mit unbegrenzter Haftungshöhe und Deutschland schafft sich endgültig ab! Wenn dann noch die Ratingagenturen das AAA für Deutschland in Frage stellen???
EURO
15. Juli 2012 - 21:47
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Lieber @ Lange, Sie haben sicher recht!
Schauen wir doch nur überschlägig auf die Zahlen:
Nach dem Ifo-Haftungspegel (z.T. Stand April 2012) betragen die deutschen Haftungsrisiken 771 Mrd Euro.
Quelle: http://www.cesifo-group.de/portal/page/portal/ifoHome/B-politik/_Haftung...
Die Zahlen enthalten 408 Mrd Euro an T2-Forderungen für GIPS+Italien+Zypern.
Querschüsse (http://www.querschuesse.de/target2-salden/) gibt bereits höhere Zahlen an.
Nach Installation des ESM (dazu mein Beitrag weiter unten) wird es dann erst so richtig losgehen!
franz dreesen (nicht überprüft)
14. Juli 2012 - 20:40
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Kann ein Finanzminister so
Kann ein Finanzminister so schlecht rechnen?
Oder sind es die anderen die falsch rechnen?
Laut Finanzminister Schäuble gibt es keine größere Haftung Deutschlands als EU 190
Mrd.!!
Regling widerspricht dem aber.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/haftung-fuer-bankenhilfen-durc...
Kann es denn sein das Hr.Schäuble`s Sinne vom Europawahn derart getrübt sind?
Eine psychologische Untersuchung des Hrn. Schäuble halte ich für angebracht!
EURO
15. Juli 2012 - 18:44
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Haftung "nur" 190 Mrd? Das ist Propaganda!!
Politgarde und MSM behaupten, das Kapital des ESM sei auf 700 Mrd. Euro begrenzt. Wäre die Behauptung wahr, wäre Deutschlands Anteil auf 190 Mrd. EURO begrenzt.
Diese Begrenzung gibt es aber nicht. Darauf wies zB Dr. Wolfgang Philipp (Gastbeitrag in fortunanetz 30.06.2012; link: http://www.fortunanetz.de/kbeobacht/2012/Juni/Jun30.php) hin und schrieb:
„Eine genaue Lektüre des ESM-Vertrages lässt erkennen, dass der Gouverneursrat die noch nicht eingezahlten Anteile nicht unbedingt zum Nennwert, sondern “auch in anderer Weise”, d.h. mit einem Aufgeld einziehen kann. Dieses Aufgeld hat zu keiner Zeit der Beschlussfassung des Deutschen Bundestages unterlegen. Der Gouverneursrat kann also auch mehr als 700 Mrd. € von den Mitgliedern einziehen, die gegenteiligen Behauptungen der Bundesregierung und anderer Propagandisten sind unwahr.“
In diesem Zusammenhang geht es um Art 8 ESM-Vertrag, der folgenden Wortlaut hat:
“Artikel 8
Genehmigtes Stammkapital
(1) Das genehmigte Stammkapital beträgt 700 Milliarden EUR. Es ist aufgeteilt in sieben Millionen Anteile mit einem NENNWERT von je 100 000 EUR, die gemäß dem in Artikel 11 vorgesehenen und in Anhang I berechneten Erstbeitragsschlüssel zur Zeichnung zur Verfügung stehen.
(2) Das genehmigte Stammkapital wird in eingezahlte Anteile und abrufbare Anteile unterteilt. Der anfängliche Gesamtnennwert der eingezahlten Anteile beläuft sich auf 80 Milliarden EUR.
Die Anteile des genehmigten Stammkapitals am anfänglich gezeichneten Stammkapital werden zum NENNWERT ausgegeben. Andere Anteile werden zum NENNWERT ausgegeben, SOFERN der Gouverneursrat NICHT unter besonderen Umständen eine ANDERWEITIGE AUSGABE beschließt.
(3) Die Anteile am genehmigten Stammkapital werden in keiner Weise belastet oder verpfändet und sind nicht übertragbar, außer im Falle einer Übertragung zur Durchführung von Anpassungen des in Artikel 11 vorgesehenen Beitragsschlüssels in dem Umfang, der erforderlich ist, um zu gewährleisten, dass die Verteilung der Anteile dem angepassten Schlüssel entspricht.
(4) Die ESM-Mitglieder verpflichten sich unwiderruflich und uneingeschränkt, ihren Beitrag zum genehmigten Stammkapital gemäß ihrem Beitragsschlüssel in Anhang I zu leisten. Sie kommen sämtlichen Kapitalabrufen gemäß den Bedingungen dieses Vertrages fristgerecht nach.
(5) Die Haftung eines jeden ESM-Mitglieds bleibt unter allen Umständen auf seinen Anteil am genehmigten Stammkapital zum AUSGABEKURS begrenzt. Kein ESM-Mitglied haftet aufgrund seiner Mitgliedschaft für die Verpflichtungen des ESM. Die Verpflichtung der ESM-Mitglieder zur Leistung von Kapitalbeiträgen zum genehmigten Stammkapital gemäß diesem Vertrag bleibt unberührt, falls ein ESM-Mitglied Finanzhilfe vom ESM erhält oder die Voraussetzungen dafür erfüllt.”
(Hervorhebungen von mir)
F. Schäffler (FDP) fragte schon am 14.03.2012 “Hat das jemand gelesen, als es unterschrieben wurde?” (Link: http://www.frank-schaeffler.de/weblog/1913) und erklärte, dass sich das Volumen des ESM hebeln läßt. Bei einem Hebel von zB 10 (also Ausgabe der in Art 8 Abs. 2 S 3 genannten “anderen Anteile” nach der ersten Tranche mit einem entsprechenden Aufschlag auf den Nennwert) würde eine Steigerung um 6.200 Mrd. Euro erreicht.
Schäuble wird den ESM-Vertrag gelesen und - hoffentlich - auch verstanden haben. Bzgl der Mitglieder des Bundestages sind demgegenüber Zweifel angebracht, ob die Mehrheit sich überhaupt die Mühe der Lektüre des Machwerks gemacht hat.
Und Hand aufs Herz: Selbst wenn alle im BT versammelten Eliten den ESM-Vertrag gelesen hätten; hätten sie ihn verstanden? Wohl kaum!
Dazu ein Zitat aus Dedo Schwerin von Krosigks Artikel “Meldegesetz und Rettungsschirm” (Link: http://www.freiewelt.net/blog-4543/meldegesetz-und-rettungsschirm.html):
“Einem Bundestag, der eine so schlichte Materie wie das Meldegesetz vergeigt und nach der Verabschiedung verzweifelt nach Wegen sucht, den beschlossenen Unsinn nachzubessern, einem solchen Bundestag soll man zutrauen, hochkomplexe Finanzfragen, grundsätzliche Verfassungsstrukturen, weitreichende Zukunftsperspektiven zu durchschauen, zu durchdenken, abzuwägen und sachgerechte Beschlüsse zu fassen?…”
franz dreesen (nicht überprüft)
15. Juli 2012 - 20:48
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Schäuble & Co müssen
Schäuble & Co müssen weiterlügen,weil:
"..
"Die EU ist eine wirtschaftliche und demokratische Katastrophe. Der Euro hat schon Millionen von Menschen in Schwierigkeiten gebracht. In Zukunft werden Hunderte Millionen betroffen sein, weil das ganze Projekt auf einer Lüge beruht."
[Nigel Farage - britischer Politiker und seit 1999 Mitglied des Europäischen Parlaments]
Quelle:Der von Euro angegebene Link
Was auf einer Lüge aufbaut,kann auch nur mit weiteren Lügen am Leben erhalten werden!
Lange (nicht überprüft)
15. Juli 2012 - 22:02
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Wer hat denn ernsthaft geglaubt,das unsere MdBs
bei der Abstimmung über ESM/Fiskalpakt kurz vor Mitternacht überhaupt genau gewußt haben über was sie im Detail abstimmen? Die Information um was es geht wird zumeist über die Fraktionsvorsitzenden gegeben und das soll reichen. Wie gewissenhaft die Regierung die Fraktionen informiert war unlängst auch Thema beim Bundesverfassungsgericht. Dies stellte fest: Die Bundesregierung hat es bisher regelmäßig versäumt den Bundestag rechtzeitig und umfassend vor anstehenden Abstimmungen zu informieren! Woran das nur gelegen hat, das die Regierung mit den Infos so geizig war? Oder war es so das ein schlecht oder gar nicht informierter Bundestag schneller alles abnickt was ihm vorgelegt wird und keine unnötigen Fragen stellt? Fakt ist: Die meisten MdBs sind keine Finanzfachleute, Diplom Volks oder Betriebswirte-BWLer sind eher Mangelware.