Also sprach der Präsident "Wachstum ist das Schlüsselword"



und „forderte die Mitgliedstaaten und das Parlament auf, endlich die Reform des Stabilitätspakts zu verabschieden.“ Soso. Wieso führt die Reform des Stabilitätspaktes zu Wachstum? Diese Begründung verweigert Barroso, und es gibt sie auch nicht - sonst wäre die Formel des „Stabilitätspaktes“ das oekonomische perpetuum mobile, das nirgendwo existiert. Nein, um zu gesamtwirtschaftlichem Wachstum zu gelangen, muss eine Volkswirtschaft sich schon echt anstrengen, Beispiel die Bonner Republik 1949 – 1989. Natürlich ist kein Wachstum zu erreichen, wenn der Staatsanteil an der Wertschöpfung zu hoch ist – insofern ist dem Gedanken Barroso zuzustimmen. Aber die schöpferischen Kräfte, die allein zur Innovation von Produkten, Verfahren und Dienstleistungen führen, wachsen nicht auf dem Mist von Politikern und Beamten, sondern ausschliesslich in den Köpfen von unternehmenden Bürgern. Beispiel: Die deutsche Industrie heute, die uns zu einem Anteil am Welthandel von mehr als 10% gebracht hat. Gegenbeispiel: Die französische Volkswirtschaft, deren Anteil am Welthandel auf unter 3% gefallen ist. Facit. Barroso ist zuzustimmnen, was die Selbetsbeschränkung von Staaten anbelangt. Was jedoch Wachstum betrifft, fehlt ihm jedes Gespür – eben Politiker.

15. September 2011, 13:58

Permanenter Krisenrat ohne Echo
http://www.faz.net/artikel/C30638/debatte-im-europaparlament-permanenter-krisenrat-ohne-echo-30686372.html

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