Seitdem die Überschuldungskrise immer wieder für Schlagzeilen sorgt, werden in regelmäßigen Abstä
Einzig dieses Böse-Franzosen-Argument überzeugt immer noch nicht: Der Euro wurde sehr wohl in und aus Deutschland heraus vorangetrieben. Und selbst wenn "die Franzosen" den Euro in den neunziger Jahren vorangetrieben haben, wurde die aktuellen Konstellationen aus Deutschland heraus, aus welchen Gründen auch immer, aktiv befördert und zugelassen. Deutsche Staatsfunktionäre waren und sind unter Täter-Opfer-Aspekten definitiv Täter, nicht Opfer.
"Der Euro wurde erfolgreich als Instrument der Zentralisierung Europas und für das Ziel der französischen Regierung eingesetzt, ein europäisches Reich unter ihrer Kontrolle zu errichten – wodurch der Einfluss des deutschen Staates eingedämmt wurde. Geldpolitik war das politische Mittel zum Zweck der politischen Union. Fürsprecher eines sozialistischen Europas sahen den Euro als Trumpf gegen die Verteidiger eines liberalen Europas. […] Die gemeinsame Währung wurde als Schritt zu einer politischen Integration und Zentralisierung angesehen. Die Interventionspolitik trieb das Euro-System in Richtung einer politischen Vereinigung unter einem Brüsseler Zentralstaat. Während die Nationalstaaten abgeschafft werden, entwickelt sich der Marktplatz Europa zu einer neuen Sowjetunion."
- Philipp Bagus
In: "Die Tragödie des Euro – Ein System zerstört sich selbst"
Via: http://www.mobil.auns.ch/aktuell_meldung.php?ID=141
Kommentare
franz dreesen (nicht überprüft)
1. Juli 2012 - 19:10
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Diese ganze Eu ist ein
Diese ganze Eu ist ein politsches Konstrukt & kein wirtschaftliches! Dem Bürger wurden,um dieses Konstrukt zu verwirklichen,wirtschaftliche Vorteile in Aussicht gestellt,welche-wenn sie je da waren- durch die Beitragszahlungen an die Eu,die kommenden Transfers an marode Südstaaten,die Target2 Salden in hohem
Maße überkompensiert werden!
Politics lies,lies...
EURO
1. Juli 2012 - 19:43
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Beide Sichtweisen treffen m.E. zu:
Betrachtet man verschiedene Darstellungen über die geschichtliche Entwicklung der EU und der Euro-Zone, geben die Schriftsteller Prof. Bagus recht. Es war lange an ein wesentliches Ziel französischer Politk, die Vormachtstellung der DM zu beseitigen und ein europäisches Währungssystem unter französischer Kontrolle einzurichten. Insbesondere die BuBa leistete dagegen Widerstand. Widerstreben gab es auch in Teilen der Politik, aber schon deutlich weniger. Insbesondere Altkanzler Schmidt, der sich gern als Finanz- und Wirtschaftsexperte beschrieben sieht, spielte seinerzeit keineswegs eine eindeutige Rolle.
Das jedoch ändert nichts daran, dass Herrn Roderts Sicht, "Hauptamtliche Täter in Deutschland" hätten die jüngeren Entwicklungen "aus welchen Gründen auch immer, aktiv gefördert und vorangetrieben" ebenso zutrifft.
Die Beschreibung der zeitlich weiter zurückliegenden deutsch-französchen Interessengegensätze taugt eben nicht mehr zur Deutung der aktullen Geschehnisse.
Inzwischen überwiegen in Deutschland, so jedenfalls mein Eindruck, in der politischen Klasse sowie ihrer Unterstützer (zB Großindustrie, Groß-Banken und Gewerkschaften) die Kräfte, die den Ausbau des Zentralismus (im Neusprech: Vertiefung der Integration) als Chance zur Erweiterung ihrer Macht erkannt haben. Die Chance nutzen sie jetzt.
Insoweit decken sich inzwischen französiche und deutsche Funktionärsinteressen. Und somit sind "deutsche Staatssozialisten" in der Tat in Wahrheit keine Opfer, sondern Täter.