Die EZB auf der schiefen Bahn - Target-Salden und Eurokrise - ifo Schnelldienst, Georg Milbradt



Die von Hans- Werner Sinn vor einigen Monaten aufgedeckte Problematik der Target-Salden zwischen der EZB und den nationalen Zentralbanken (NZBs), insbesondere der Bundesbank auf der einen und der NZBs der Peripherieländer Griechenland, Irland, Spanien und Portugal (GIPSLänder) auf der anderen Seite, hat gravierende institutionelle Schwächen des Eurosystems und erhebliche Fehlentwicklungen im Euroraum deutlich gemacht, die in ihrer Tragweite und Gefahr noch weitergehen als die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierte Staatsschuldenkrise und die von den Eurostaaten errichteten Rettungsschirme (erste Griechenland-Hilfe, EFSM, EFSF).

ifo Schnelldienst 64 (16), 39-45, 06. September 2011
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Kommentare

Bild des Benutzers Björn Tonndorff

Sie bzw. die nationalen Notenbanken drucken einfach ohne echte Rechtsgrundlage, entgegen allen Regeln guter Geldpolitik und ohne parlamentarische Diskussion Geld und schanzen es den Pleitestaaten zu, formal als Kredit.
Die daraus resultierenden Verlustrisiken werden den Steuerzahlern der Zahlerländer aufgedrückt, was ein schwerstkriminelles Verbrechen ist, organisierte Kriminalität epischen Ausmaßes.

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