Euro-Krise: Der Preis für das falsche Spiel wird Inflation sein - Welt



"Die Krise scheint gebannt, doch nichts ist gut. Griechenland bekommt Milliarden, und die Zentralbank flutet die Märkte mit Billionen. Das hat keine Zukunft."
"Mit jedem Tag, den Griechenland weiter finanziert wird, steigen Risiko und Kosten für die Steuerzahler im Rest der Europäischen Union, allen voran in Deutschland."
"Jeder weiß jetzt: Wenn man nicht einmal Griechenland diese wundersame, warme Gelddusche abdreht, dann wird man es erst recht in keinem anderen Land wagen."
"Längst haben die Finanzinvestoren dieses falsche Spiel durchschaut. Dass sie trotzdem jubeln, hat einen einfachen Grund. Nicht nur versorgen die europäischen Regierungen Griechenland mit Milliarden, sondern die Europäische Zentralbank (EZB) überschüttet auch die Banken mit Billionen. Nächste Woche werden wieder einige Hundert Milliarden Euro ausgekippt."
"Bank möchte man sein in diesen Tagen, am besten in Südeuropa. Das Geld gibt es fast geschenkt. Die Kreditinstitute bekommen es zum Minimalzins von einem Prozent für drei Jahre geliehen."
"Jetzt, wo sie [die Finanzminister] das Gefühl haben können, die EZB geknackt zu haben, und sich die Zentralbankbilanz aufbläht wie ein wundersames Hefeteilchen, brauchen sie kurzfristig ja nichts mehr zu fürchten."
"Alle drucken massenweise Geld. Sogar die Asiaten machen fleißig mit."
"Irgendwann wird auch die größte Finanzspritze nicht mehr reichen, um die Löcher zu stopfen, die sich durch verantwortungslose Politik aufgetan haben. Was dann aber kommt, wird kein gewöhnlicher Krisenkater sein. Sondern tragisch im griechischen Verständnis dieses Wortes."

22.02.2012 Welt: Euro-Krise: Der Preis für das falsche Spiel wird Inflation sein, von Jörg Eigendorf

http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13881536/Der-Preis-fuer-das...

Neuen Kommentar schreiben