Seitdem die Überschuldungskrise immer wieder für Schlagzeilen sorgt, werden in regelmäßigen Abstä
Nach mittlerweile mehreren Jahren vergeblichen Herumdokterns an verschiedenen Symptomen der Überschuldungskrise muss jetzt endlich im Sinne der Bevölkerung eine Lösung her. Und zwar eine, die garantiert funktioniert und das auf unbeschränkte Zeit. Denn die bisherigen Ansätze funktionieren nicht nur nicht, sondern verschlimmern die Situation von Tag zu Tag.
Nach mittlerweile mehreren Jahren vergeblichen Herumdokterns an verschiedenen Symptomen der Überschuldungskrise muss jetzt endlich im Sinne der Bevölkerung eine Lösung her. Und zwar eine, die garantiert funktioniert und das auf unbeschränkte Zeit. Denn die bisherigen Ansätze funktionieren nicht nur nicht, sondern verschlimmern die Situation von Tag zu Tag.
Gute Analysen (Diagnosen, wenn man so will) und auch Lösungskonzepte wurden bereits vor über 100 Jahren erstellt, das Thema und seine Ursachen sind nämlich keineswegs neu, siehe hierzu z.B. "Wer ist Schuld an der Überschuldungskrise?".
Wenn man wirklich eine Lösung will, so muss man als Erstes alle angeblichen "Analysen" und vor allem "Konzepte" (lies: Forderungen) derjenigen ausschließen, die ein erhebliches Partikularinteresse (Lobbyisteninteresse) an bestimmten "Lösungen" haben. Damit fallen praktisch alle Politiker und Vertreter der Finanzbranche aus; deren "Lösungsvorschläge" weisen ganz im Gegenteil den Weg in den Untergang, der Vernichtung der Europäischen Werte, den Weg in die Ausbeutungsunion. Ca. 97,5% der veröffentlichten Texte zum Themenkreis gehören in diese Kategorie der Propaganda und Agitation zugunsten von Parteifunktionären und Lobbyisten.
Die Politiker im Speziellen haben ein sehr hohes Interesse an Verschleierung von in der Vergangenheit begangenen Fehlern sowie an gut gefüllten Kassen, die sie zur Verteilung von Wohltaten an Klientele verwenden möchten; umso besser, wenn andere (und nicht das eigene Wahlvolk) für das Füllen eben dieser Kassen zuständig sind. Es wäre also vollständig naiv, zu glauben, dass von diesen irgendwelchen sinnvollen Vorschläge kommen. Zumal diese vielfach bewiesen haben, dass sie keinerlei Urteilsvermögen bzgl. Wirtschaft oder gar Geldordnung haben.
Gesucht sind vielmehr echte Analysen und Konzepte, die Bürger-orientiert sind, die theoretisch und praktisch fundiert sind, die sich bewährt haben. Dazu muss man sich nicht nur an den gesunden Menschenverstand halten ("man kann auf Dauer nicht mehr ausgeben, als man einnimmt", "wer bürgt, wird erwürgt" etc.), sondern auch an Leute, die erwiesenermaßen keine Einzelinteressen vertreten oder alleinig solche Lobbyinteressen im Sinn haben.
Nehmen wir den Flugzeugbau als Vergleich: Gesucht sind hier Konstruktionsprinzipien, die gewährleisten, dass gute, sichere und trotzdem preisgünstige Flugzeuge mit hoher Reichweite und niedrigen Betriebskosten entstehen. Nicht gesucht sind Flugzeuge, die das nicht erfüllen, die z.B. schon beim Start explodieren, die z.B. 8 überdimensionierte Motoren haben, weil die Motorenbauer das Design zu ihren Gunsten beeinflusst haben, oder Flugzeuge, deren Systeme z.B. nicht redundant (doppelt) ausgelegt sind, so dass im Falle von Einzelausfällen der Absturz droht.
Übertragen auf die Eurozone könnte man als Analogie sagen, dass wir 17 Flugzeuge haben, die über dem Ozean im Verband fliegen und bei denen einige - und zwar leider zunehmend mehr - es nicht schaffen werden, weil sie ständig mehr Treibstoff verbrauchen, als sie dürften, wenn sie das Ziel jenseits des Ozeans erreichen wollen.
Statt nun zu analysieren, warum das so ist und was man dagegen tun könnte, sind die Piloten und die Crew seit Stunden dabei, eine improvisierte Luftbetankung durchzuführen. Hierzu werden von den 17 Flugzeugen Schläuche zu den notleidenden Flugzeugen gelegt (ja, sie haben richtig gelesen, es werden auch Schläuche von den notleidenden Flugzeugen zu sich selbst gelegt...) und in voller Fahrt wird versucht, Treibstoff von den noch vollen Tanks in die Tanks zu pumpen, deren Inhalt sich schneller leert, als es für den erfolgreichen Flug gut ist.
Dummerweise fallen bei dieser Aktion zunehmend mehr Flugzeuge als Treibstofflieferant aus, sie hängen sich selbst an den Tropf, so dass immer weniger Flugzeuge tatsächlich noch Treibstoff rüberpumpen. Was nun? Es kommen Ideen auf, man solle vielleicht zusätzlich Seile zwischen den Flugzeugen spannen, so dass diejenigen, die noch oben fliegen, die unteren sozusagen mitschleppen oder zumindet einen Teil der Traglast übernehmen. Oder umgekehrt, die unteren Flugzeuge sollen Treibstoff sparen, indem sie z.B. die Klimaanlage herunterregulieren. Oder man solle Strickleitern zwischen die Flugzeuge spannen, so dass Passagiere von den unteren in die oberen klettern können, um die unteren zu entlasten.
Das ist etwa die Situation, wie wir sie heute haben, ein Verband von miteinander zunehmend mehr verknäulten Flugzeugen, durch zunehmend mehr Schläuche und Stricke verkettet. Es ist selbst für den Laien klar, dass jederzeit der Totalabsturz erfolgen kann, wenn z.B. jetzt noch ein Gewitter kommt (weltwirtschaftliche Turbulenzen in der Realität).
Sieht das nach einer seriösen, auf Dauer gelegten Lösung für das Problem aus? Haben Sie jemals auch nur in Ansätzen so etwas in der Realität gesehen? Natürlich nicht, denn diese Art von "Lösungen" stammen nicht von fähigen Flugzeugkonstrukteuren und -ingenieuren, sondern von Amateuren, die völlig ungeeigente Denkstrukturen auf diese Aufgabenstellung anwenden.
Was nun sind denn die Konstruktionsprinzipien, die sich für Volkswirtschaften und das Geldsystem bewährt haben, wie sehen die aus, die wirklich etwas taugen? Wie bei den meisten großartigen Dingen ist das nicht so kompliziert:
Weil diese elementaren Wahrheiten schon lange bekannt sind, haben sie sogar den Weg in die EU- und Euro-Geldsystem-Verträge gefunden, wenn auch - auf Druck der Politiker, die sich möglichst wenig einschränken lassen wollten - in abgeschwächter Form:
Wären diese Konstruktionsprinzipien schlicht und ergreifend in einer leicht verschärften Form eingehalten worden, gäbe es die Überschuldungskrise gar nicht. Man braucht auch keine neuen, aber man muss die bisherigen ein Stück weit überarbeiten, damit sie tatsächlich greifen und damit bisher Bürger-feindliche Aspekte, z.B. die Geldentwertung, minimiert werden.
Hierzu ist es erforderlich, ergänzend zu den obigen Prinzipien ein weiteres explizit anzuführen, welches bisher nur implizit enthalten war, nämlich das Prinzip der wahrheitsgetreuen und vollständigen Bilanzierung. D.h., es darf keine Schattenhaushalte, keine nicht erfassten Verlustrisiken, keine nicht erfassten Bürgschaften geben. Die Menschen haben ein Recht auf die Wahrheit, auf die Transparenz der Staatsbilanzen.
Die Analyse der Verursachung der Überschuldungskrise zeigt, dass es nicht nur hier - und zwar auch bei den Banken - schwere Mängel gegeben hat und weiterhin gibt, sondern dass generell das übergeordnete Problem das ist, dass die Politiker die Regeln einfach nicht eingehalten haben, sondern ganz im Gegenteil bei jeder Gelegenheit zulasten der Bürger gebrochen haben. Hier muss also angesetzt werden, das ist die wichtigste Änderung.
Wirkungsvoll geht das nur, in dem man eben diese Prinzipien zu unabänderlichen Menschenrechten macht und dafür vollständig von den Politikern unabhängige, durchsetzungsstarke Gerichte einsetzt, die sofort jeden Politiker oder sonstigen Täter aus allen Ämtern entfernen und ins Gefängnis schicken, die diese Grundsätze brechen.
Konkret:
Im Klartext würde das zur Folge haben, dass dann ab sofort jeder Politiker in den Knast kommt, der die Verschuldung seines Landes erhöhen will. Da aufgrund der Steuerexzesse fast nirgendwo Steuererhöhungsreserven sind, bedeutet dies, dass unbegründbare Ausgaben gekürzt werden müssen. Hierzu reicht es, sich gut wirtschaftende Länder als Beispiel zu nehmen (Stichwort "best practice", z.B. Anzahl Beamte/Mitarbeiter im ÖD pro 1000 Einwohner) und keine höheren Zahlungen zu leisten, als sie für die Privatwirtschaft notwendig wären, insbes. keine zu hohen oder verfrühten Pensionen zu zahlen. Auch müssen alle aus Klientelpolitik herrührenden Priviliegen auf den Prüfstand, egal ob Steuerbefreiungen oder durch unnötige Vorschriften zugeschanzte Zwangskundschaft.
Diese Analysen muss die Bevölkerung in den jeweiligen Ländern selbst durchführen, die Politiker als Verursacher der Defizite und überzogenen Ausgaben haben sich bereits seit Jahren hierfür für jeden offenkundig nicht nur disqualifiziert, sie sind auch als Befangene grundsätzlich nicht geeignet.
Diese Aufgabe kann in wenigen Wochen abgeschlossen sein, danach wäre der Staatshaushalt im Plus. Und weil die Prinzipien, die dazu geführt haben, unabänderlich als Menschenrechte fixiert sind, sollte dieser Zustand auch von Dauer sein. Dann und erst dann werden auch Investoren bereit sein, die Altschulden zu günstigen Konditionen zu refinanzieren, so dass diese in der Folge allmählich abgetragen werden können. Im konkreten Einzelfall müssen vielleicht trotzdem noch einige Schulden erlassen werden, aber das sollte sich auf weniger als eine halbe Billion Euro in der Eurozone belaufen.
Insbesondere sollte die Bevölkerung vielleicht auch darüber per Volksentscheid darüber abstimmen, welchen Anteil ihrer Arbeitsfrüchte in die Hände der Politiker gelangen sollten, mehr als 15-20% sollten dies nicht sein, dafür gibt es nämlich keine Begründung. (Einzahlungen in Rentensystem etc. sind davon separat zu betrachten, aber auch diese Systeme müssen vollständig unabhängig von Politikern sein, damit kein Missbrauch damit betrieben wird).
Im Umkehrschluß bedeutet dies, dass die bisher von den Politikern und der Finanzbranche betriebenen "Lösungsansätze" vollständig rückabgewickelt werden müssen bzw. niemals in Betrieb gehen dürfen. Also: Rückabwicklung des EFSF-Fonds, keine Kreditvergabe mehr an Defizitstaaten, Beendigung des Gelddruckens seitens der EZB und der nationalen Notenbanken. Keine Inbetriebnahme der kriminellen, verfassungsbrechenden ESM-Bank, keine Euro-Bonds, keine Euro-Bills, keine Bankenunion oder sonstige Arten der gemeinsamen Haftung, keine Übernahme von Verlusten von Banken, kein Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB, keine Akzeptanz mangelhafter Sicherheiten durch die EZB, keine Ausgabenprogramme etc.
Alle diese Ansätze sind nicht nur kriminell, sondern entsprechen dem Löschung von Feuer durch Benzin, sie verschlimmern alles nur noch mehr. Und zwar genaugenommen zulasten der Bürger und zugunsten von Politikern und der Finanzbranche (man braucht sich ja auch nur mal anzuschauen, wer was propagiert, dann weiß man auch, wem was nützt).
Ergänzend sollen zum Thema Wachstum noch ein paar Takte gesagt werden, hier gilt nämlich das gleiche wie für die Staatsausgaben, auch hier gibt es eine Reihe von Prinzipien, die man einfach einhalten muss, damit auf Dauer produktive Arbeitsplätze und Wachstum entstehen. Diese Prinzipien sind ebenfalls seit langer Zeit bekannt und sollen daher nur kurz angerissen werden: Keine Zugangsbeschränkungen zu Berufen und Tätigkeiten (Handels- und Gewerbefreiheit), gute Bildungs- und Infrastrukturpolitik, keine Korruption, gute, schnelle Justiz (Durchsetzung von Verträgen), Vertragsfreiheit (keine Eingriffe insbes. in das Arbeitsrecht), Antimonopolgesetze, minimale Eingriffe seitens der Politiker, kein Dirigismus, keine Klientelpolitik, niedrige Steuern, insbes. keine Besteuerung von Gewinnen, die im Unternehmen verbleiben und zur Expansion verwendet werden, Verlässlichkeit, nicht dauernde Änderung von Gesetzen.
Siehe die Wirtschafts- und Ordnungspolitik von Ludwig Erhard als Referenz, das hat damals sehr gut funktioniert und der Nachhall wirkt bis heute positiv nach - trotz vielfältiger Bemühungen der Politiker, das alles zu zerstören, die Wirtschaft immer mehr zu bestehlen und zu gängeln.
Was dagegen niemals funktioniert hat, sind Ausgabenprogramme (und schuldenfinanzierte schon gar nicht), bei denen Politiker viele Milliarden Euro nach Gutdünken ausgeben; dies führt in der Praxis nur zur Klientelpolitik, zur Verkrustung, zur Subventionsmentalität etc. Das hat in der ganzen Menschheitsgeschichte noch nie funktioniert, sondern hat immer den Wohlstand des jeweiligen Landes vermindert. Alle gegenteiligen Behauptungen sind falsch und beruhen mindestens auf unvollständiger Bilanzierung, d.h., negative Effekte wurden einfach ignoriert, oder vergleichen nicht mit der oben skizzierten Alternative, der einzig richtigen und wirkungsvollen Wirtschaftsordnung.
Ganz im Gegenteil haben genau diese Art von Ausgabenprogrammen maßgeblich zur jetzigen Überschuldungskrise beigetragen.
Das Bild mit den Flugzeugen kann natürlich nur eine sehr unvollständige Analogie sein. Trotzdem kann es helfen, die Zusammenhänge zu verstehen. Im Moment sind einige Flugzeuge z.B. schlicht und ergreifend zu schwer, weil die Bleiproduzentenlobby es geschafft hat, dass Sitze aus Blei verbaut wurden statt aus Aluminium oder weil aufgrund anderer Klientele 3 Heckflossen statt einer montiert wurden (mit der Begründung "lenkt 3x so gut", was natürlich den Luftwiderstand und damit den Treibstoffverbrauch erhöht). Bei anderen ist das Flugzeug doppelt so breit wie nötig, damit 5 Piloten (3 mehr als nötig) nebeneinander in extrem breiten, bequemen Sesseln Platz haben, wieder andere haben zu viele, zu kleine und veraltete Motoren, die zu viel Sprit schlucken.
Der Umbau dieser Flugzeuge gemäß guten Konstruktionsprinzipien würde innerhalb kurzer Zeit dazu führen, dass der Treibstoff reicht und dass aus dem jetzigen, wirren Verband das wird, was eigentlich von Anfang geplant war, nämlich ein Verband von unabhängig fliegenden Flugzeugen, die zwar alle unterschiedlich sind, aber jeweils auf ihre Weise gute Flugzeuge sind, dynamisch, sicher, mit hoher Reichweite usw.
Und innerhalb dieses Verbandes würde man einen stetigen Gedankenaustausch pflegen, wie man die Konstruktionsprinzipien noch besser machen kann, wie man die Aerodynamik verbessern kann, welche Teile man durch Leichtbauwerkstoffe ersetzen kann, ohne die Sicherheit zu gefährden usw. Aber auch man würde sich auch gegenseitig Komponenten liefern, einige auch zu vergünstigten Konditionen oder sogar kostenlos. Im Ergebnis würde jedes Flugzeug stetig besser werden, ohne dass alle gleich wären.
So ist die EU eigentlich gedacht. Und nicht als die weiter oben geschilderte Fehlkonstruktion miteinander verketteter Flugzeuge, die z.T. völlig falsch konstruiert sind, und die alle anderen mit in den Abgrund ziehen.
Links und Bücher zum Thema:
Kommentare
Jan van der Zanden (nicht überprüft)
26. Juni 2012 - 22:21
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Recht, aber soziale Wirklichkeit blokkiert diese Lösung
Sie haben ganz recht mit ihre Analyse. Aber es wird nicht so laufen. Würde ihre gute Idee realisiert, dann gab es Revolution in GR u.a. Länder. Weil Renten und Lohnen sofort um 30% gesenkt werden müssten um Bilanzgleichgewicht zu erreichen. Die Bevölkerung wird das blokkieren. Also, was schlägen sie Merkel und Rutte jetzt vor, um die heutigen Moralhazard Situation zu beseitigen? Auf eine Weise, dass auch die bevölkerung der Südländer noch überleben kann?
Enschuldige für meines schlechtes Deutsch.
Bryan Hayes
27. Juni 2012 - 6:30
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@Jan van der Zanden: Der Vorschlag und die Praxis
Es gibt 2 getrennte Defizite: Das Staatshaushaltsdefizit und das Leistungsbilanzdefizit; der Artikel befasst sich vor allem mit dem ersteren, daher zunächst hierzu ergänzende Anmerkungen:
Auch ohne die Staatsbudgets im Detail zu kennen (diese sind auch pro Land recht unterschiedlich), ist es so, dass die Hauptursache für die Defizite in unbegründbaren Zahlungen an die dortigen Beamte/Öffentlichen Dienst bestehen. Die Bevölkerung muss sich also einen Überblick verschaffen, was denn die begründbaren Zahlungen wären. Sie würde dabei feststellen, dass ihr Land Faktor X zu viele Leute dort beschäftigt und dass diese im Mittel Faktor Y zu viel Geld erhalten. Hierbei müssen auch die Pensionen berücksichtigt werden. Wahrscheinlich wäre das Budget schon im Plus, wenn diese Überzahlungen korrigiert werden würden. Das gleiche Vorgehen muss bei allen weiteren Budgetposten durchgeführt werden. In der Summe würde man wahrscheinlich auf ein Budgetplus von 30-60% kommen, wenn man alle Ausgabenkürzungen sofort zu 100% durchführen könnte.
In der Praxis kann eine sehr konsequente Vorgehensweise natürlich zu großen, individuellen Härten führen, daher kann man das nicht zu 100% und sofort durchführen. Aber der Teil, den man durchführen könnte, würde das Budget schon ins Plus drehen. In Kombination mit den Kürzungen bzgl. der anderen Budgetpositionen (z.B. Militär) würde man die erforderlichen ca. 20% schon erreichen.
Mein Vorschlag, dass man nicht auf die schuldigen Politiker wartet, dass diese solche Analysen etc. durchführen, sondern dass die Bevölkerung dies selbst tun soll, würde eine Konsens in der produktiv arbeitenden Bevölkerung hervorrufen, der den nötigen Druck aufbauen und die nötige Legitimation erzeugen würde für solche Kürzungen. Gegen eine solche umfassende öffentliche Meinung würden die dann inszenierten Proteste der ehemals Profitierenden letztlich ins Leere laufen.
Was das Leistungsbilanzdefizit angeht (vor allem aufgrund zu hoher Importe im Verhältnis zu den Exporten), so würde sich dieses automatisch im Laufe der Zeit deutlich verbessern, wenn die Anreize sich entsprechend ändern und die de facto Geldtransfers wegfallen; dies geht in der Tat mit geringeren Löhnen einher bzw. diese sind die Ursache für die Verminderung des Defizits, da dann im Land hergestellte Waren billiger werden und Importe ersetzen.
Daran führt so oder so kein Weg vorbei und dieser Prozeß ist ja auch bereits im Gange. Eine ehrliche Kommunikation der Zusammenhänge würde auch hier deutlich helfen, die Akzeptanz zu erhöhen und würde die Leute veranlassen, sich zu überlegen, wie sie trotzdem gutes Geld verdienen könnten.
Insgesamt handelt es sich um komplexe Vorgänge, die Millionen Menschen betreffen und es dauert eben, Jahrzehntelange Misswirtschaft und Fehljustagen zu ändern. Wenn die Leute aber die Zusammenhänge verstehen und auch allmählich wieder Verbesserungen feststellen (z.B. geringere Preise für im Land hergestellte Waren), dann werden sie die Änderungen mittragen.
Abgemildern bzw. zeitlich strecken könnte man diese Anpassungsprozesse durch Transferzahlungen, wie sie durch die EU-Kohäsionsprogramme ja ohnehin stattfinden (diese sollte man aber auf keinen Fall erhöhen) sowie durch Inkaufnahme von geringen Defiziten über einige Jahre hinweg. Letzteres ist dann vor allem möglich, wenn Investoren trotzdem glauben, dass die Änderungen mit Sicherheit stattfinden und in die richtige Richtung gehen, dann - und nur dann - sind sie auch bereit, die dafür ntowendigen Kredite zu günstigen Konditionen zu vergeben.
Buch zum Thema:
- Torsten Ermel: Faktor 2 - Was Beamte wirklich verdienen
Anonymous (nicht überprüft)
4. Juli 2012 - 16:51
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Ihre Flugzeugvorstellung mag
Ihre Flugzeugvorstellung mag zwar ganz süß sein, weist aber auf eine ziemlich naive Vorstellung unseres Wirtschaftswesens hin:
1. Sie lassen die Bedeutung des Finanzsystems komplett außen vor.
2. Sie schränken den Handlungspielraum der Zentralbank durch ein kategorisches Verbot von Geldentwertung ein, schlagen aber nicht vor, wie man sonst auf den Business Cycle zu reagieren hat.
3. Wer wird in die Politik gehen, wenn er so hart bestraft werden darf? Ist das nicht ein Aufruf zur Inaktivität und Trägheit?
4. Ihre Daten- und Faktenlage betreffend sind Sie schlimmer als die FDP. (siehe "Diese Aufgabe kann in wenigen Wochen abgeschlossen sein, danach wäre der Staatshaushalt im Plus. ")
5. "dann werden auch Investoren bereit sein, die Altschulden zu günstigen Konditionen zu refinanzieren" - Deutschland bekommt heute schon Anleihen zu negativen Zinssätzen
6. "Im konkreten Einzelfall müssen vielleicht trotzdem noch einige Schulden erlassen werden, aber das sollte sich auf weniger als eine halbe Billion Euro in der Eurozone belaufen." - Ja, und das ist weder für das Bankensystem ein Problem noch verursachen Sie damit deflationäre Tendenzen, die durch die Kopplung zwischen Schulden und verfügbarer Geldmenge hervorgerufen werden. [/Ironie]
7. "welchen Anteil ihrer Arbeitsfrüchte in die Hände der Politiker gelangen sollten, mehr als 15-20% sollten dies nicht sein" Lustig, wo Sie doch im übernächsten Absatz von "besserer Bildung, Infrastruktur etc." sprechen. Bleiben Sie in Ihren Analysen auf dem Boden der Tatsachen.
8. "Keine Inbetriebnahme des krimineller, verfassungsbrechenden ESM-Bank" - Da stimme ich mit Ihnen überein.
9. "der einzig richtigen und wirkungsvollen Wirtschaftsordnung." Wenn Sie Ahnung von VWL hätten, würden Sie sich scheuen, diese Worte in dieser Konstellation in den Mund zu nehmen...
10. "Ausgabenprogramme (und schuldenfinanzierte schon gar nicht), bei denen Politiker viele Milliarden Euro nach Gutdünken ausgeben" - Ja, nennt sich Keynesianische Wirtschaftspolitik und basiert auf dem Multiplikatoreffekt. Sie tuen wieder so, als wären Wirtschaftsfluktationen nicht existent.
11. "Und nicht als die weiter oben geschilderte Fehlkonstruktion miteinander verketteter Flugzeuge, die z.T. völlig falsch konstruiert sind, und die alle anderen mit in den Abgrund ziehen." Stimmt.
Bryan Hayes
6. Juli 2012 - 21:52
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@Anonymous: Ihre Kritikpunkte
Zunächst einmal vorab die Bemerkung, dass das Gesamtthema bei vollständiger Behandlung ca. 600 Seiten Text erfordert. Siehe z.B. http://www.nein-zur-transferunion-fuer-stabiles-geld.de/wp-content/uploa... für eine 90-Seitige Abhandlung zum Thema Überschuldungskrise.
Die Flugzeuganalogie ist natürlich letztlich keine, der Flugzeugverband ist strukturell nicht analog der realen Welt der EU-Staaten. Trotzdem gibt es punktuell eine Ähnlichkeiten.
Zu einigen Ihrer Punkte folgende Anmerkungen:
"1. Sie lassen die Bedeutung des Finanzsystems komplett außen vor.". Nein, tue ich nicht. Ich fordere eine neue Geldordnung ohne unnötiges Gelddrucken und ohne Geldentwertung, daraus ergibt sich im Details sehr viel. Siehe auch den angegebenen Link http://www.deutschland.net/content/wer-ist-schuld-der-%C3%BCberschuldung...
"2. Sie schränken den Handlungspielraum der Zentralbank durch ein kategorisches Verbot von Geldentwertung ein, schlagen aber nicht vor, wie man sonst auf den Business Cycle zu reagieren hat."
a) Die meisten Krisen werden eben genau durch Missbrauch des Geldsystems ausgelöst, es würde deutlich weniger Krisen etc. geben, wenn meine Vorschläge umgesetzt werden würden.
b) Im UK-Text gehe ich darauf ein: Es soll ein Spartopf angespart werden, im Falle von Krisen kann man dann z.B. die MWST-Steuer senken und die fehlenden Einnahmen aus dem Spartopf nehmen, so haben die Bürger mehr Geld zum Ausgeben und Investieren. Und die Staatsausgaben bleiben auf ihrem Niveau und stabilisieren somit die Gesamtsituation.
"3. Wer wird in die Politik gehen, wenn er so hart bestraft werden darf? Ist das nicht ein Aufruf zur Inaktivität und Trägheit?": Es darf natürlich nicht überzogen werden, jede Exekutive braucht einen Spielraum. Ich fordere nicht mehr, als es z.B. Gesetz für GmbH-Geschäftsführer ist. Diese dürfen auch nicht einfach z.B. bankrotten anderen GmbH Geld verleihen.
"4. Ihre Daten- und Faktenlage betreffend sind Sie schlimmer als die FDP. (siehe "Diese Aufgabe kann in wenigen Wochen abgeschlossen sein, danach wäre der Staatshaushalt im Plus. ")". Ich kann das in 10 Minuten skizzieren, wenn die Zahlen gut aufbereitet sind. Die mehrere Wochen sind nur deswegen notwendig, weil man es auch im Detail einigermaßen gut machen muss.
"7. "welchen Anteil ihrer Arbeitsfrüchte in die Hände der Politiker gelangen sollten, mehr als 15-20% sollten dies nicht sein" Lustig, wo Sie doch im übernächsten Absatz von "besserer Bildung, Infrastruktur etc." sprechen. Bleiben Sie in Ihren Analysen auf dem Boden der Tatsachen.":
a) Manche Verbesserungen sind ohne Mehrkosten möglich
b) Schauen Sie sich mal die Staatsbudgets an und stellen mal die Punkte zusammen, die tatsächlich originäre Staatsaufgaben sind; dann werden Sie sehen, dass die 15-20% nicht so falsch sind.
"9. "der einzig richtigen und wirkungsvollen Wirtschaftsordnung." Wenn Sie Ahnung von VWL hätten, würden Sie sich scheuen, diese Worte in dieser Konstellation in den Mund zu nehmen...": Ich habe diesbzgl. mehr Urteilskraft als fast alle andere Leute. Und ganz besonders mehr als alle Propaganda-Pseudoökonomen.
"10. "Ausgabenprogramme (und schuldenfinanzierte schon gar nicht), bei denen Politiker viele Milliarden Euro nach Gutdünken ausgeben" - Ja, nennt sich Keynesianische Wirtschaftspolitik und basiert auf dem Multiplikatoreffekt. Sie tuen wieder so, als wären Wirtschaftsfluktationen nicht existent." Dieser Keynes-Müll funktioniert nicht, sondern schadet den Menschen. Es bewirkt nur, dass die Funktionäre Klientelpolitik betreiben können, bestenfalls werden Strohfeuer a la Hausmarkt in Spanien und Irland erzeugt.
Markus (nicht überprüft)
20. Juli 2012 - 12:32
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Notenpresse
Wenn ich mich nicht irre, dann haben Spaniens und inzwischen auch Sloweniens Banken , das Problem, dass Bauherren ihre Kredite nicht zurückzahlen können. Nun: die Häuser stehen (zumindest teilweise) , die Leistung der Bauarbeiter wurde erbracht. Nur: Es fehlt das Geld diese Leistungen zu zahlen. d.h. die Bauarbeiter haben ihr Geld /zum teil) bekommen, nur die Bank hat es nicht zurück. Würde nun dieses Geld neu geschaffen und den Banken zur Verfügung gestellt, dann würde lediglich eine Bilanz ausgeglichen. Wird dies mit auflagen verknüpft, bei künftiger Kreditvergabe "vorsichtiger" zu sein, dann sehe ich hier keinen Grund, warm das neu gedruckte Geld Inflation auslösen könnte. das Geld ist ja bereits in den Markt geflossen. der Bauarbeiter hat sich einen neuen Fernseher gekauft, ...
Sicher kann man nicht so weiter machen wie bisher und sollte darauf hinwirken, dass staatshaushalte ausgeglichen sind - was nur mittels einer anderen Steuerpolitik oder Wohlstandsverlust für Niedriglohnempfänger zu machen ist (ich präferiere ersteres). Aber zunächst müssen die Fehler der Vergangenheit ausgebügelt werden. dies kann man so machen wie bisher: erfolglos. Oder man wirft seine Tabus über Bord und macht das, was am schnellsten zum Erfolg führt: die Notenpresse anwerfen. Geld dient immer noch dem Menschen und so sollte auch damit umgegangen werden.
Bryan Hayes
20. Juli 2012 - 14:59
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Die Notenpresse anwerfen ist grundsätzlich schlecht
Denn die damit einhergehende Inflationssteuer bestiehlt alle Menschen, die Verträge auf Euro lauten haben oder über Geld verfügen oder die aus der Gemeinschaftskasse Geld in Euro erhalten (H4-Geldempfänger etc.); es handelt sich dementsprechend um einen kriminellen Akt, der sich in nichts von Falschmünzerei unterscheidet.
Ihr Punkt, dass der Schaden (via Inflationssteuer) schon entstanden ist (jedenfalls insoweit frisch gedrucktes Geld ausgezahlt wurde), ist richtig. Im Falle, dass noch keine Auszahlung erfolgt ist (z.B. Handwerker warten noch auf Geld) oder das Geld nicht gedruckt (aus dem Nichts erzeugt wurde), sondern z.B. von Sparern stammt, gilt das nicht, dann ist die Allgemeinheit noch nicht via Inflationssteuer geschädigt worden.
Die Frage ist jetzt, warum sollte den Beteiligten Schuldnern und Kreditgebern/Bankaktionären Geld via Notenpresse geschenkt werden?!
Unser Rechtssystem (und auch das anderer Länder) kennt sehr wohl sehr lange schon Verfahren, mit solchen Situation umzugehen, Stichwort Insolvenz.
Was die Banken im Speziellen angeht, so würde ich dort eine Neuberechnung der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Bilanzen der letzten 20 Jahre anordnen und zwar mit der zwingenden Folge, dass auch nachträglich die Gehälter, Gewinne und Boni nach unten angepasst werden, denn diese sind deswegen viel zu hoch, weil über die Höhe der Gewinne gelogen wurde; es ist Zeit, diese Lügen über die zu hohen Werte der vergebenen Kredite nachträglich zu korrigieren und die entsprechenden Gelder zurückzufordern.
Zum Punkt "Geld dient immer noch dem Menschen und so sollte auch damit umgegangen werden" ist zu sagen, dass Geld nur dazu dient, den indirekten, evtl. zeitlich verzögerten Tausch abzuwickeln. Genau dazu dient Geld. Nicht aber dazu, bestimmten Leuten oder Gruppen, die sich das Geldsystem unter den Nagel gerissen haben (Funktionären und Banken) Vorteile zu Lasten anderer zu verschaffen.
Kai.Ahnung1983 (nicht überprüft)
16. August 2012 - 19:29
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Selbstdisqualifikation des Autors
Der Autor disqualifiziert sich mit seinem Artikel selbst. Das möchte ich anhand weniger, ausgewählter Beispiele belegen:
1.) Er fordert geldentwertungsfreies Geld. Das kann es aber gar nicht geben, weil Geld nur ein Tauschmittel ist und Nachfrage und Angebot variieren, und hierauf basiert wirtschaftliches Handeln. Stellen Sie sich einmal vor, wir hätten Krieg und Nahrungsmittel wären knapp. Für ein Brot werde ich nun viel mehr bezahlen müssen, denn den Brotbesitzer interessieren keine „Geldentwertunsgsverbotsgesetze“. Eine Währung mit einem fixen Wert (1€=1 Goldunze o. ä.) wären vollkommen sinnlos.
2.) Er fordert (im Subtext) eine Minimierung der Steuerabgaben, gleichzeitig aber „gute Infrastruktur- und Bildungspolitik“ (Zitat). Von welchem Geld würden Sie denn die Straßen und Schulen bauen wollen? Die Kritik des Autors ist jedoch dahingehend gerechtfertigt, dass die Steuereinnahmen nicht sachgemäß und zweckdienlich eingesetzt werden.
3.) Er behauptet, die Bedienung aller Staatsschulden sowie sogar noch die Anhäufung von Kapital sei der BRD „innerhalb weniger Wochen“ möglich. Wenn das so ist, weshalb sind Sie mit Ihrem „Masterplan“ nicht schon längst in die Politik gegangen und haben allen gezeigt, wie diese Finanzpolitik betrieben werden soll? Um einmal Ihr Beispiel aufzugreifen: Sie fordern, während dem Flug aus dem Bleigerüst des Flugzeugs eines aus Aluminium zu machen und die alten, spritschluckenden Motoren gegen neue, sparsame auszutauschen – ich möchte einmal sehen, wie Sie das machen! Auch sagen Sie, es flögen derzeit 5 Piloten in den Flugzeugen, was zu viele seien, und fordern einen „minimalen Eingriff des Staates“. Ich verstehe Sie so, als wollten Sie also ohne Pilot fliegen – na dann mal viel Glück.
Ihre „Analyse“ weist einige berechtigte Kritikpunkte auf, aber bitte bleiben Sie auf dem Boden der Tatsachen!
Bryan Hayes
16. August 2012 - 21:55
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@Kai.Ahnung1983: Selbstdisqualifikation des Autors?
1. Im Sinne einer Fundamentalanalyse ist Ihr Einwand berechtigt: Es gibt keine allgemein gültige und anwendbare Berechnungsmethode einer Geldentwertung. Als recht gute Näherung gibt es Warenkörbe, die im Laufe der Zeit immer wieder angepasst werden. Solche werden hier implizit vorausgesetzt, wobei diese realistischer sein müssen als die jetzigen, manipulierten. Eine solche Systematik ist für alle halbwegs realistischen Verhältnisse ausreichend und ein solches Geld wäre eine RIESIGE Verbesserung gegenüber dem jetzigem Enteignungsgeld.
Ihr Einwand, dass eine solche Systematik bei Krieg etc. evtl. zusammenbricht, ist zwar richtig, invalidiert aber in keiner Weise meine Forderung.
Oder anders ausgedrückt: Es gibt keine bessere Forderung, es sei denn, Sie fordern eine physische Goldwährung.
2. Ich verstehe Ihren Punkt nicht. Meiner ist eigentlich klar: Es soll sehr wohl Steuergeld einkassiert werden, aber nicht mehr als notwendig. Notwendig ist aber u.a. die Finanzierung einer guten Bildung.
3. Ich habe nicht geschrieben, dass alle Staatsschulden innerhalb von Wochen zurückgezahlt werden können, sondern dass das Budgets innerhalb dieser Zeit ins Plus gedreht werden können, d.h., dass die Ausgaben kleiner als die Einnahmen sind. Skizzieren kann man das in 10 Minuten, wenn die Zahlen gut aufbereitet sind. (In der Praxis würde man Übergangsfristen von Monaten/Jahren haben).
Umgesetzt werden kann das sofort von jedem Politiker; nicht jeder ist vom Persönlichkeitstyp her und von der Lebensplanung her Politiker. Meinen Beitrag zu solchen Fragen sehe ich eher im Bereich der Analyse und Konzeption.
Im Übrigen gibt seit hunderten oder tausenden von Jahren Vorschläge dieser Art; sie werden deshalb nicht umgesetzt, weil die Parteikader nicht davon profitieren würden, sondern weniger Macht und Geld hätten.
Die Flugzeuganalogie ist - wie auch im Artikel explizit erwähnt - unzureichend. Meine Vorschläge entsprechen eher den Konstruktionsplänen und dort ist es sehr wohl möglich, Blei durch Aluminium zu ersetzen. Gleiches gilt für die Organisation, z.B. 2 Piloten statt 5.
Wie Sie aus dem Artikel 0 Piloten herauslesen, ist mir unklar. Das Wort "minimal" bedeutet eben genau das, so wenige wie MÖGLICH (und hier in diesem Fall, sicherheitstechnisch sinnvoll), und dass muss keineswegs 0 sein.