Kantone

"Das Ende der Großen - zurück zum menschlichen Maß" - Leopold Kohr

"Gerd Habermann hat Leopold Kohrs Plädoyer für die kleine Einheit mit sehr viel Sympathie gelesen. Er sieht mit dem Buch ein hervorragendes Gegengewicht zum Kult des Kolossalen gesetzt, der in Politik und Wirtschaft immer mehr den Menschen als Maß aller Dinge verdränge. Kohrs leuchtendes Vorbild ist dabei natürlich die Schweiz, wie wir von Habermann erfahren, sein stärkstes Argument ist das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens, das Habermann so erklärt: Je größer die Staaten, desto größer auch die Katastrophen.

Direkte Demokratie hält den Staat schlank - Handelsblatt

Wenn Staaten Schulden machen, dann tun sie das oft hemmungslos. Selbst gesetzliche Grenzen helfen oft nicht. Eine Schweizer Studie weist ihnen einen bestechend einfachen Weg zum Sparen: Sie sollen die Bürger fragen.

Kleinstaaterei als Fortschrittstreiber

"So zeigt er etwa, dass die enorme Kleinstaaterei und der Mangel an politischem Zentralismus um 1500 kein Manko, sondern geradezu ein wesentlicher Treiber jeglichen Fortschritts war. Denn Folge war enormer Wettbewerb zwischen den einzelnen Höfen und Herrschern, was wiederum zu wissenschaftlichem und technologischem Fortschritt im Turbo-Tempo führte. (Was man zwischen den Zeilen durchaus als Argument Fergusons gegen einen europäischen Bundesstaat und für das Schweizer Modell konkurrierender Kantone lesen kann.)
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