Malte Fischer

Degussa-Chefökonom Thorsten Polleit: EZB-Politik "kann in Hyperinflation enden - Wirtschaftswoche

"Der Degussa-Chefökonom Thorsten Polleit warnt die Zentralbank vor dem Versuch, Staatsschulden wegzuinflationieren und prophezeit das Ende des Papiergeldes."
"Die jahrzehntelange Politik des billigen Geldes hat in den Krisenländern Beschäftigungs- und Produktionsstrukturen entstehen lassen, die nicht zu halten sind. Die Märkte fürchten, dass die nötige Bereinigungsrezession den politischen Willen zu Reformen erlahmen lässt."

Inflationsgefahr: Die Saat der EZB - Wirtschaftswoche

"Deutschland steht wegen der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank vor einer Phase der Inflation. Sie wird Vermögen und Wohlstand schmälern."
"Spätestens seit die Südländer die EZB gekapert und dort die wichtigsten Schaltstellen mit ihren Vertretern besetzt haben, betreibt die EZB eine Geldpolitik, die sich vornehmlich an den Interessen der Regierungen im Süden orientiert. Niedrige Leitzinsen und künstlich nach unten gedrückte Renditen für Staatsanleihen sollen die Südländer vor dem kollektiven Staatsbankrott bewahren."

Ein großer Fehler

"Die Regierungen der Euro-Zone setzen bei der Haushaltskonsolidierung in erster Linie auf höhere Steuern – ein großer Fehler. Untersuchungen des Harvard-Ökonomen Alberto Alesina zeigen, dass die Sanierung des Staatshaushalts nur gelingt, wenn die Regierungen den Rotstift bei den Ausgaben ansetzen und dies mit moderaten Steuersenkungen verknüpfen. Höhere Steuern dagegen entziehen den Bürgern und Unternehmen Geld, das ihnen für Konsum und Investitionen fehlt. Folge: Die Wirtschaft schrumpft noch stärker, die Steuerquellen versiegen, die Defizite steigen."
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