Peter Bernholz

Warum wir Inflation fürchten müssen (2. Teil)

Mit der sozialliberalen Koalition (1969-1982) begann das alte Spiel von neuem: Staatsausgaben auf Pump, Politik des billigen Geldes, steigenden Inflationsraten bis zu 7 Prozent. Damals geschah der Sprung aus der sozialen in die schuldenfinanzierte sozialistische Marktwirtschaft: und so ist es tendenziell bis auf den heutigen Tag. Mehr noch als Deutschland und verleitet durch die Schwäche der Euro-Konstruktion suchten wichtige Staaten der Währungs-Union ihr Heil im schuldenfinanzierten Umverteilungsstaat. Weil die Schuldenhaftung unter massivem Rechtsbruch europäisiert wurde, wird das Inflationsdrama nunmehr auf gesamteuropäischer Bühne gespielt. Leidtragender dieser, von der Politik verursachten Entwicklung wird wieder der „kleine Mann“ sein.

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"Der Euro ist nur gefährdet, weil Politiker die Europäische Zentralbank in der Schuldenkrise zu Hilfsmaßnahmen drängen, sagt der Baseler Professor Peter Bernholz. Eine höhere Inflation werde die Folge sein, warnt er."
"Auf dem Papier haben die anderen Euro-Länder zwar nur Garantien übernommen da aber Griechenland und Portugal und vielleicht auch andere Länder ihre Schulden nie werden zurückzahlen können, handelt es sich um eine Schuldenübernahme durch die stärkeren Länder."

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