[...] Die Veränderung der abstrakten Ordnung (Aufhebung des Haftungsprinzips) bzw. direkte Eingriffe in die spontane Ordnung (Bankenrettung, übermäßig expansive Geldpolitik) verändern die resultierende Ordnung, indem beispielsweise das Investitionsverhalten nachhaltig verzerrt wird. Durch die Privatisierung der Gewinne und die Verstaatlichung der Verluste werden Anreize zur Spekulation gesetzt. Die stabilisierende Wirkung von freien Märkten und Preisen geht verloren. Insbesondere Finanzmärkte werden zum destabilisierenden Faktor im Wirtschaftsprozess.
Wer Geschäfte macht, muss Risiken eingehen. Sie können belohnt werden, aber auch schiefgehen. Jeder kleine Händler auf dem Wochenmarkt weiß das. Doch wurde der freie Markt von den Banken, die quasi eine antidemokratische Revolution in Gang gesetzt haben, untergraben. Sie haben die Macht an sich gezogen. Jeder kommt schwer geschädigt aus der Krise heraus, nur nicht jene, die sie verursacht haben. Die Banken riskieren nichts, und der öffentliche Sektor zahlt die Zeche.
In der Schweiz sind es vor allem die Volksentscheide und die dezentralen Entscheidungsprozesse, die dem Parlament und der Regierung immer wieder Grenzen aufzeigen. Das verändert Entscheidungen.
„Unser Land wird von der Schuldenkrise infiziert, weil wir uns nicht klar genug gegen den Versuch der Sozialisierung der Staatsschulden von Ländern wehren, die sich übernommen haben.“ - Hans-Werner Sinn
Weitere Nothilfen oder Untergang des Euro? Die Frage suggeriert, die angeblichen Rettungspakete lieferten einen nachhaltigen Beitrag zur Stützung des Euro. Das tun sie allenfalls kurzfristig. Mittel- und langfristig ist das Gegenteil der Fall. Die Rettungspakete halten nur die Preise der Staatspapiere und anderer Vermögensobjekte aus den Krisenländern auf einem künstlich überhöhten Niveau, das gar nicht dem gleichgewichtigen Marktwert entspricht.
"Es ist nur natürlich, wenn Kapitalanleger, die sich verspekuliert haben, nervös sind. Wir können und sollten diese Nervosität nicht durch die Nervosität der deutschen Steuerzahler, Rentner und Hartz-IV-Empfänger ersetzen." Hans-Werner Sinn
Die Erkenntnis, wonach die europäische Schuldenkrise für die Mehrheit der Bürger Wohlstandsverluste nach sich ziehen wird, hat mittlerweile auch in den trüben Niederungen der österreichischen Innenpolitik Einzug gehalten. Die Suche nach den Schuldigen konnte von den „Sozen in allen Parteien“ (Originalton Finanzministerin Fekter) Gottlob bereits erfolgreich abgeschlossen werden: Spekulanten. Klar, wer sonst? Da die Suche nach Nichtsozialisten in den Reihen der politischen Klasse Österreichs vergebliche Liebesmüh´ bedeutet, ist die Sache damit auch schon entschieden.
"Die permanente Aufschuldung ist auch eine Folge der "Keynesianischen Perversion". Hierbei handelt es sich um die ökonomischen Irrlehren, die der englische Ökonom Lord Keynes ab 1935 verbreitet hat und die von den politischen Eliten begierig aufgenommen wurden. Sie konnten damit nämlich ihren - allen Gesetzen der Ökonomie zuwiderlaufenden - Aktivitäten eine (schein-) wissenschaftliche Legitimation verleihen.
Liebe Linke, Korporatismus ist Eure Schuld... I’m not usually one for polemics. But sometimes polemics is called for. Here goes.
Dear members of the moderate left,
America is suffering from rampant, run-away corporatism and crony capitalism. We are increasingly a plutocracy in which government serves the interests of elite financiers and CEOs at the expense of everyone else.
You know this and you complain loudly about it. But the problem is your fault. You caused this state of affairs. Stop it. [...]
"In Krisenzeiten erhöhen EU-Staaten gern die Mehrwertsteuer, um Löcher in der Staatskasse zu stopfen. Aber auch die Unternehmen werden nicht entlastet und so wird die EU zur Hochsteuerzone."
"Der Internationale Bankenverband malt ein düsteres Bild für Spaniens Banken. Die Institute könnten weitere 76 Milliarden Euro für Kreditausfälle brauchen, rechnet der IIF vor.
"Die Jugendarbeitslosigkeit steigt weltweit, besonders dramatisch ist die Lage in EU-Ländern wie Spanien: Dort findet fast jeder zweite junge Mensch keinen Job.
"Die schwache Konjunktur und das wacklige Finanzsystems drücken die Euro-Zone in einen Teufelskreis - und eine womöglich schwere Rezession, argumentiert die OECD.
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