"Wenn wir versuchen wollten, Europa zentralistisch zu organisieren, einer planwirtschaftlichen Bürokratie zu unterwerfen und gleichzeitig zu einem mehr oder weniger geschlossenen Block zu schmieden, so ist das nicht weniger als ein Verrat an Europa."
- Wilhelm Röpke
Wilhelm Röpke ist einer der geistigen Väter des Ordoliberalismus
und der Sozialen Marktwirtschaft.
Kurze Hinweise zum Beitrag "Der ökonomische Putsch" im Deutschlandfunk wegen wiederholter Verwirrung in verschiedenen Online-Gruppen:
"Ein Beitrag von Roman Herzog", kurze Hinweise:
a) Das ist NICHT DER Roman Herzog, sondern der Dokumentarautor "Roman Herzog".
b) Ausserdem, allgemein: Ludwig Erhard für die derzeitigen Zustände verantwortlich zu machen ist schlicht PERVERS!
"Der ökonomische Putsch"
"oder: Was hinter den Finanzkrisen steckt"
Von Roman Herzog, 20.04.2012, 19:15, DLF, Deutschlandfunk
Václav Klaus beunruhigt, dass die Mehrheit der europäischen Politiker heute noch glaubt, dass die Entwicklung in Europa im Prinzip positiv sei, die Probleme, vor denen wir heute stehen, nicht fatal seien und die alten oder nur teilweise modifizierten Politiken einfach fortgesetzt werden könnten. Ihm scheint das zunehmend unverständlich.
Mit der sozialliberalen Koalition (1969-1982) begann das alte Spiel von neuem: Staatsausgaben auf Pump, Politik des billigen Geldes, steigenden Inflationsraten bis zu 7 Prozent. Damals geschah der Sprung aus der sozialen in die schuldenfinanzierte sozialistische Marktwirtschaft: und so ist es tendenziell bis auf den heutigen Tag. Mehr noch als Deutschland und verleitet durch die Schwäche der Euro-Konstruktion suchten wichtige Staaten der Währungs-Union ihr Heil im schuldenfinanzierten Umverteilungsstaat. Weil die Schuldenhaftung unter massivem Rechtsbruch europäisiert wurde, wird das Inflationsdrama nunmehr auf gesamteuropäischer Bühne gespielt. Leidtragender dieser, von der Politik verursachten Entwicklung wird wieder der „kleine Mann“ sein.
Die Freiheit hat es schwer: Lieber schwärmen die Deutschen von Gleichheit und Gerechtigkeit. Mit Joachim Gauck könnte nun alles anders werden.
Wir haben uns so sehr an sie gewöhnt: Freiheit ist ein Wort, das durch seine allzu häufige Benutzung in Festreden inzwischen einigermaßen abgenutzt daherkommt. Freiheit gilt in einer "liberalen Gesellschaft" als selbstverständlich. Welch ein Irrtum! [...]
Anstrengend, aber gut: Ein Hoch auf die Freiheit
Ein Essay von Rainer Hank, 02.03.2012, FAZ
Was in der Bundesrepublik vor vielen Jahrzehnten mal vergleichsweise harmlos als “Soziale Marktwirtschaft” begann, die einen “Dritten Weg” zwischen Marktwirtschaft und Sozialismus darstellen sollte, lässt den Bürger heute an so ziemlich allen Fronten des täglichen Lebens immer wieder verzweifeln.
"In Krisenzeiten erhöhen EU-Staaten gern die Mehrwertsteuer, um Löcher in der Staatskasse zu stopfen. Aber auch die Unternehmen werden nicht entlastet und so wird die EU zur Hochsteuerzone."
"Der Internationale Bankenverband malt ein düsteres Bild für Spaniens Banken. Die Institute könnten weitere 76 Milliarden Euro für Kreditausfälle brauchen, rechnet der IIF vor.
"Die Jugendarbeitslosigkeit steigt weltweit, besonders dramatisch ist die Lage in EU-Ländern wie Spanien: Dort findet fast jeder zweite junge Mensch keinen Job.
"Die schwache Konjunktur und das wacklige Finanzsystems drücken die Euro-Zone in einen Teufelskreis - und eine womöglich schwere Rezession, argumentiert die OECD.
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