Staatshaushalt

Bürger sollen für Verluste von Sparkasse bezahlen: Spanien droht neue Bankenpleite - Financial Times Deutschland

"Bis zu 10 Mrd. Euro muss Spanien in die angeschlagene Großsparkasse Bankia pumpen, damit das Institut nicht unter der Last überbewerteter Immobilien zusammenbricht. Bislang hatte Madrid weitere Hilfen abgelehnt - um die Sanierung des Staatshaushaltes nicht zu gefährden."

07.05.2012 Financial Times Deutschland: Staatshilfe nötig: Spanien droht neue Bankenpleite, von Birgit Jennen

http://www.ftd.de/politik/europa/:staatshilfe-noetig-spanien-droht-neue-...

Zentralbanken übernehmen die Schmutzarbeit

"Politiker sind nur zu gerne bereit, die Geldpresse anzuwerfen, da diese Form der Verschuldung zunächst weder den Staatshaushalt belastet noch in den Staatsbilanzen auszuweisen ist. Und vor allem müssen sie die Folgen nicht verantworten. Tatsächlich übernehmen die Zentralbanken hinter den Kulissen die mit dem Krisenmanagement verbundene „Schmutzarbeit“, während die Politiker sich weiter in Schuldzuweisungen ergehen. Das ist bestenfalls amüsant, vermittelt jedoch schlimmstenfalls den Eindruck, Politikern fehle jeglicher Realitätssinn."

Ferdinand Kirchhof: Verfassungsrichter für Volksabstimmung über Euro - Welt

"Ferdinand Kirchhof, Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, fordert mehr direkte Demokratie in der EU – und kann sich sogar ein Referendum über den Euro vorstellen."

"Direkte Demokratie ist dort angebracht, wo für die Unionsbürger grundlegende Entscheidungen getroffen werden sollen. Dazu zählen zum Beispiel die Verträge und auch der Euro."

"Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass ein Brüsseler Sparkommissar über nationale Haushalte entscheidet – auch nicht über den griechischen."

Ein großer Fehler

"Die Regierungen der Euro-Zone setzen bei der Haushaltskonsolidierung in erster Linie auf höhere Steuern – ein großer Fehler. Untersuchungen des Harvard-Ökonomen Alberto Alesina zeigen, dass die Sanierung des Staatshaushalts nur gelingt, wenn die Regierungen den Rotstift bei den Ausgaben ansetzen und dies mit moderaten Steuersenkungen verknüpfen. Höhere Steuern dagegen entziehen den Bürgern und Unternehmen Geld, das ihnen für Konsum und Investitionen fehlt. Folge: Die Wirtschaft schrumpft noch stärker, die Steuerquellen versiegen, die Defizite steigen."

CEP-Default-Index: Länderberichte Griechenland, Italien, Portugal – 1. Halbjahr 2011 - CEP

Griechenland bleibt nicht kreditfähig, problematisch ist insbesondere, dass die griechische Volkswirtschaft im ersten Halbjahr erheblich desinvestiert hat. Der Kapitalstock ist um 3,2% des BIP geschrumpft. Hinzu kommt die hohe Konsumneigung der griechischen Bevölkerung: Seit Beitritt zur Währungsunion wurden regelmäßig mehr als 100% des Nettoinlandsprodukts konsumiert.

Reformperspektiven für Griechenland:

Finanzkrise: Europa zeigt den Ausweg aus der Schuldenfalle - Spiegel

"Millionen, Milliarden, Billionen - tägliche Schlagzeilen über immer größere Defizite der öffentlichen Haushalte verunsichern die Bürger. Dabei übersehen viele: In Wahrheit geht die Ära des ungezügelten Schuldenmachens zu Ende. Und dabei kann Europa sogar zum Vorbild für den Rest der Welt werden."

23.11.2011 Spiegel: Finanzkrise: Europa zeigt den Ausweg aus der Schuldenfalle, von Wolfgang Kaden

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,799236,00.html

Klassiker, hoch aktuell

"Der Staatshaushalt muß ausgeglichen sein. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muß gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen will."


(Cicero, röm. Politiker, 106 v. Chr. - 43 v.Chr.)
(Klassiker, hoch aktuell, diesmal via Tim Beil, danke sehr.)

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