Volksentscheid - Volksentscheide

"Bundesrepublik mittelfristig nur noch Geldbeschaffer und Verwaltungsapparat für EU-Funktionäre"

Der Bundesvorsitzende der Freien Wähler Hubert Aiwanger zur geplanten Ratifizierung des ESM-Vertrags: "Wir wollen die Politik jetzt endlich zur Vernunft zwingen. Es ist Wahnsinn: wenn sie diesem ESM-Vertrag zustimmen, dann ist die Bundesrepublik mittelfristig nur noch Geldbeschaffer und Verwaltungsapparat für EU-Funktionäre, die staatliche Souveränität wird massiv beschnitten. Das ist eine Selbstentmachtung des Parlaments. Ohne Volksabstimmung darf das nicht passieren und wenn das Volk weiß, was der ESM bedeutet, dann würde es dem nicht zustimmen."

Freie Wähler stellen Dringlichkeitsantrag im Bayerischen Landtag: Nein zu ESM und Fiskalpakt

Die Eurokrise ist eine fundamentale Demokratie- und Ideologiekrise

Der ESM muss vor das Bundesverfassungsgericht

Der Europäische Stabilitätsmechanismus ESM begegnet - ebenso wie der Fiskalpakt - durchgreifenden verfassungsrechtlichen Einwänden, schreibt Prof. Dr. Christoph Degenhart im folgenden Beitrag. Das Haftungsrisiko ist nicht kalkulierbar, eine Haftungsbegrenzung keineswegs gesichert: Es droht der unüberschaubare, in seinem Selbstlauf nicht mehr steuerbare Automatismus einer Haftungsgemeinschaft. Eine nahezu kontrollfrei agierende und mit unbeschränkten Vollmachten ausgestattete internationale Finanzorganisation auf intergouvernementaler Ebene mit unzureichender demokratischer Legitimation entsteht: Mit rechtsstaatlichen und demokratischen Standards des Grundgesetzes ist das nicht vereinbar.

Verfassungsbeschwerde zu ESM- und Fiskalvertrag: Bürgerklage für einen Volksentscheid

Direkte Demokratie in der EU: Zustimmung bei Spitzenpolitikern und Verfassungsrichtern in grundlegenden Euro- und EU-Fragen - Welt, Focus

Angesichts der Euro-Krise forderte der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts Ferdinand Kirchhof im Februar die Einführung von Volksabstimmungen über zentrale europäische Fragen – sonst drohe das Ende der EU. Die Forderung stößt bei Politikern auf breite Zustimmung, berichteten beispielsweise die Welt und Focus, hier eine kleine Übersicht zu Artikeln (auch früheren) dazu:

Volksentscheid: "Nur ne Idee von mir"...

"Statt sich täglich das Gesicht zu zerkratzen, sollten wir mit dem „Mehr-Demokratie-wagen“ endlich ein bisschen ernster machen. Seehofer hat das gerade wieder intoniert (wird deshalb von einigen berufsmäßigen Volksverächtern heftig attackiert), Gabriel hat sich in mehreren Interviews ebenfalls für mehr Volksrechte ausgesprochen: Wäre es nicht endlich, endlich Zeit, das Projekt Volksabstimmung in die Tat umzusetzen? Anstatt die nächsten 18 Monate wieder nur mit Anschwärzen und Rotfärben zu verbringen. Das bringt nur Frust und Herzinfarkt en masse. Irgendwann wird es zu spät sein.

Von der Klugheit der Wähler

"Die Schweizer liefern regelmäßig den Beweis, dass die direkte Demokratie der Populismus-zerfressenen repräsentativen Variante turmhoch überlegen ist. So auch an diesem Sonntag.

Sie haben mit Zweidrittelmehrheit das Gewerkschaftsverlangen abgeschmettert, den Mindesturlaub von vier auf sechs Wochen zu verlängern. Das beweist: Wenn die Menschen direkt gefragt werden, sind sie allemal vernünftiger als die Berufspolitiker. [...]

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